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Chronologie

Produktionen ab 1981 in Osnabrück

Vor der Gründung und Etablierung des Tanztheater Stakkato:

1980/86 Tanztheater Dyna-ma von und mit  Erneste Junge, Osnabrück

– Exuma (1981/82) Gastspiele Lagerhalle Osnabrück, Berlin „Tanzfabrik“       

 -Fahrt ins Blaue  (1983/84) Gastspiele Lagerhalle, Stadthalle Osnabrück u.a. in Zusammenarbeit mit den Musikern Ursula Schmidt und Thomas Schmeller, sowie Performances zu unterschiedlichen kulturellen Anlässen in Osnabrück und anderen Städten der BRD

– Bilder vom Innenraum (1985/86) Gastspiele Lagerhalle, Kunsthalle Osnabrück, Pavillon Hannover, ein Duotanztheaterstück mit dem Tänzer Dirk David, Hannover

– Kreuzwege – (1986)  Doppelausstellung des Bundes Bildender Künstler Osnabrücks sowie des Bundes Bildender Künstler Baden Würtembergs,  u.a. Fotoarbeiten mit Erneste Junge von der Fotografin Christa Drillich, Bremen in der Kunsthalle Osnabrück, zur Vernissage Soloperformance   

– Licht – Schatten zeigen (1987) mit Livemusik von Ulla SchmidtIn den Jahren von 86-90 hat Erneste Junge den Schwerpunkt auf eigene Soloarbeit gelegt und zugleich entstanden bildnerische Arbeiten. Verbindung von Materialbildern, Environment  und Tanz, Ausstellung und Performance in der Galerie an der Bocksmauer  

– Gastspiel Licht-Schatten zeigen (1988) in Philadelphia/USA

– Ich, der erhabene Kaiser des Anfangs – (1989) des Komponisten Peter Jan Marthé  Wien in der Kunsthalle Osnabrück, ein multimediales Stück mit Soloperformance

– Sokrates macht Musik – (1990) von Dieter Pentzek und Roswitha Pentzek., eine multimediale Installation für die Kunsthalle Dominikanerkirche , Performance mit Willem Schulz, Erneste Junge und Dieter Pentzek

– Diverse Soloperformances (1990-2018) mit Musikern, abendfüllende Stücke sowie Performances zu Vernissagen u.a. mit  Willem Schulz, Frank Frankenberg, Hila Siebel, Heinz Brockmann, Marcus Dreier wie– Time goes by – still there is the dance (2018) Gastspiel Philadelphia/USA

Gründung des Tanztheater Llinaris (88 bis 91)

– Flugträume – (1989/90 ) Ein Tanztheaterstück mit Livemusik von Franko Frankenberg und Lutz Wernicke. Llinaris hat zu vielen kulturellen Anlässen der Stadt Osnabrück Performances entwickelt

 

Tanztheater STAKKATO, Osnabrück  (1988)

Das Tanztheater Stakkato hat sich, überschneidend mit der 1988 von Erneste Junge gegründeten Tanztheatergruppe Llinaris, entwickelt. Aus anfänglich ausschließlich pädagogischer Zusammenarbeit entstand ein Übergang zu Auftrittssituationen, u.a. in Sommerkulturprogrammen der Stadt Osnabrück , u. a. in der Stadthalle,  Kunsthalle Dominikanerkirche, Lagerhalle Osnabrück

Interdisziplinäre Produktionen: – Atem – Eine Stadtmusik – (1988 ) in Osnabrück des Komponisten und Cellisten Willem Schulz, Musikern und Tänzern

– Fabrik – schwarz – weiss – (1990) Performance in der ehemaligen Gießerei Weymann, diese noch unrenoviert. In Zusammenarbeit mit den Bildenden Künstlern Axel Gundrum, Klaus Kijak, Andreas Busdieker, die damit nach Schließung der Fabrik die Stadt Osnabrück auf diesen spektakulären Ort für kulturelle Veranstaltungen aufmerksam machen wollten. Die Tanztheateergruppen Llinaris, Stakkato mit Livemusik von Franko Frankenberg, Lutz Wernicke, Fredi Alberti und Markus Dreyer sowie Installationen der Bildenden Künstler: Lichtgrotten, Wasserbecken, Schwarzlichträume. Die TänzerInnen bewegten sich in den vorhandenen Maschinen, an den schweren Haken und Ketten, in den Spinden, Umkleideräumen, die gesamte ölige, schmierige, dunkle Fabrik, herausgehoben aus realen Funktionen, wurde zum Raum einer magisch- phantastischen Bildwelt

Eigenproduktionen:

– Ver-rücktes Leben – ( 1990)  Gastspiele HDJ Osnabrück, Kreativhaus Münster.Thematisch angelehnt an den Film Koyaanisquatsi von Francis F. Coppola handelt das Tanzstück vom Leben außer Gleichgewicht, bezogen auf eine Wahrsagung der Hopiindianer, daß schwarzer Schnee vom Himmel fallen wird, wenn die Technisierung der Erde die Natur zerstört

– Eigentlich ein schöner Tag – (1992) Gastspiele Lagerhalle Osnabrück mit Texten von Ernst Jandl. Das unentschiedene “eigentlich” ist das thematische Stichwort des Stückes: mit “Eigentlich ein schöner Tag, eigentlich recht entspannt, eigentlich nichts besonderes, eigentlich nichts” werden ambivalente menschliche Befindlichkeiten aufgezeigt

– Mitten durch meine Zunge – (1994 ) Gastspiele HDJ Osnabrück. Ein Stück über das Fremdsein und Ausländer in unserer Gesellschaft: “Ich habe meine Füße auf zwei Planeten, wenn sie sich in Bewegung setzen, zerren sie mich mit, ich falle, ich trage zwei Welten in mir, aber keine ist ganz, sie bluten ständig, die Grenze verläuft mitten durch meine Zunge, ich rüttle daran wie ein Häftling, das Spiel an einer Wunde”

– Eine dicke Haut – (1996) Der Anfang der NANAS,  Gastspiele Lagerhalle Os, HDJ Os, Piesberger Gesellschaftshaus Os, Altstadt Os, Duisburg, Melle. Bühnenstück und Walkacts mit Fülle, Lust und Sinnenfreude, Weiblichkeit, das sich im Laufe der Jahre zu einem Markenzeichen für Osnabrück entwickelt hat

Interdisziplinäre Produktion: – Odyssee – (1996) Produktion des Komponisten Willem Schulz und des Musikers Marcello Monaco. Eine Kunst-Irr-fahrt an verschiedene außergewöhnliche Orte im Meller Raum. Die Zuschauer wurden mit Bussen zu diesen Plätzen gefahren und von Kunstaktionen überrascht: Sandgruben, Fabrikhallen, Bahnhöfe, Brücken etc.

 – „Open the Doors“ (1996) Coproduktion mit Brigitta Herrmann, Group Motion Philadelphia, USA,  HDJOsnabrück. Livemusik : Willem Schulz, Hila Siebel, Franko Frankenberg

– Walking Ge-hzeiten – (1997) Ein dynamisches Stück mit Betonung auf Raum und Rhythmus, Zeit, minimalistisch sich entwickelnd, gleich gleitenden , graduellen Veränderungen der Natur. “Überzeugende Bilder, Kampfartige Szenen, pulsierende Gruppenbewegungen, kreisförmiges Laufen – und darüber hinaus allerlei menschliche Befindlichkeiten: Zuneigung, Ablehnung, Gewalt, Zweifel, Hoffnung, Euphorie, Isolation….” (Neue Osnabrücker Zeitung)

– Invocation – Anrufungen – (1997) Coproduktion mit Brigitta Herrmann, Group Motion, USA und den TänzerInnen Christiane Meyer-Barlag, TUT, Hannover (ehem. Mitglied desTanztheater Dyna-ma) und Rosario Avanzato, Eisfabrik Hannover (ehem. Mitglied des Tanztheater Stakkato) sowie den Musikern Franko Frankenberg, Willem Schulz und der Sängerin Hila Siebel. Die Zusammenarbeit zwischen B. Herrmann und E. Junge nahm den  Anfang in den 70igern durch Tanzaufenthalte in den USA. In Invocation wird das Thema Kontinente, Insel, Ferne, Nähe, Vernetzung aufgrund dieser künstlerischen Verbundenheit aufgegriffen. Die Produktion kam danach in Philadelphia/USA mit amerikanischen Tänzern zur Aufführung

– Kriegesfreud und Friedensleid – (1998) ein multimediales Stück zur 350 Jahrfeier des Westfälischen Friedens mit Aufführungen zum gleichzeitigen Ökomenischen Kirchentag in Osnabrück an 5 Orten in der Stadt, LKH, 2 Mal Marktplatz, Salzmarkthalle, Städtische Bühnen. Sprecher und Sänger: Manfred Pomorin, Livemusik: Willem Schulz, Franko Frankenberg, Klaus Pottgießer

– Faszination Boden – (1999) EXPOProjekt des Landkreises Osnabrück, Eröffnungsperformance anläßlich der Vorstellung derProjekte des Landkreises im Schölerbergmuseum, Osnabrück (u.a. das ehemalige Industriegebiet des Piesbergs sowie der Archäologische Park Kalkriese.) Livemusik von Franko Frankenberg und Willem Schulz

– Muinnellim Saga – Tanztheater Stakkato, Musicians and Friends – (2000) Thematisch auf die Narrenschiffausstellung in der Dominikanerkirche bezogen eine multimediale Produktion für die denkmalgeschützte, außergewöhnliche Salzmarkthalle, Osnabrück. An Deck der Muinnellim (rückwärts gelesen:Millennium) treten die Gegenspieler zweier Lebensprinzipien gegeneinander an, der Homo Faber und der Homo Ludens, der Macher und der Spieler, der Bewahrer und der Erneuerer. Zugleich spiegeln sie die 2 Seiten einer Medaille im Menschen, es entstehen Zerrbilder aus dem Spannungsgefüge von Realitäts- und Lustprinzip. Sprecher und Sänger: Manfred Pomorin, Livemusik: Willem Schulz, Markus Dreier, Franko Frankenberg

Interdisziplinäre Produktion: – BodenSINNphonie – (2000) von Willem Schulz, EXPO Projekt des Landkkreises Osnabrück auf der EXPO Hannover und Marktplatz Osnabrück. Eine faszinierende multimediale Komposition aus den Boden bearbeitenden realen, alltäglichen Situationen: Bagger, Rüttler, Hechsler, Sand schaufeln etc.( unter Beteiligung eines Bauunternehmens) in Verbindung zu Musik und Tanztheater

– Lustveränderungen – (2001/2) Coproduktion mit dem Tanztheater an der Kippe, Osnabrück unter der Leitung von Katrin Orth. Thema des Stückes sind die Sinne als Auslöser z. B. für Erinnerungen und Befindlichkeit. ” Nichts bringt die Vergangenheit so vollkommen zurück wie ein Geruch. Es gibt eine Überzeugungskraft des Duftes, die stärker ist als Worte, Augenschein, Gefühl, Wille…(Text: Paul Auster)

– Paradise now? – (1991/2) Walkacts und Performance zum Thema Natur. Der Kreislauf, in dem Mensch und Natur sich befinden, weist hin auf Lebensprozesse, auf Werden und Vergehen. Es entstanden Gegenbilder zu Körperansichten, die von Fitness und Jugendlichkeit geprägt sind und Wandlung ausblenden

– ZEIT-lebens – (2003/4) Ein multimediales Tanztheaterstück mit Video, Text, Livemusik zum Phänomen der unterschiedlichen Empfindung von Zeit. Mal ist Zeit kurz, mal dauert alles ewig, das ist der Unterschied zwischen subjektiv erlebter Zeit und physikalischer Zeit einer tickenden Uhr. Die Zeit ist unbegreiflich. Nichts und niemand kann sich aus ihr entfernen. Zeitlosigkeit ist eine Illusion. Texte vom Band: Manfred Pomorin, Video: Vera Venjakob und Erneste Junge, Live Musik: Franko Frankenberg und Willem Schulz. Gastspielreihe an den Städtischen Bühnen Osnabrück

– „Jubiläumsveranstaltung – 15 Jahre Tanztheater Stakkato“ (2005) an der VHS Osnabrück

– “The inner and the outer cage”- (2005) Tanzperformancemit Livemusik von Heinz Brockmann anlässlich der jährlichen “Kulturnacht” Osnabrücks im Außengelände des Nussbaummuseums

– „Der Auftrag“ (2007/2008) nach dem gleichnamigen Theaterstück von Heiner Müller, Gastspielreihe mit Livemusik von Franko Frankenberg, Video, Tanz an den Städt. Bühnen Osnabrück

– „MusikMachtTanz“  (2009/10) Gastspielreihe mit Livemusik im Lutherhaus Osnabrück und an den Städtischen Bühnen Osnabrück, Livemusik  mit Franko Frankenberg, Willem Schulz, Heinz Brockmann, Hila Siebel

Interdisziplinäre Produktion: „Sehnsuchtsorte“ (2012) Eine Kooperation mit der Fotografin Maria Otte, Melle, Vernissage im Ledermuseum Halle/Westfalen, Kostümdesign Patricia Mersinger, Trish-design.de, Livemusik Franko Frankenberg

– „Bodyshape – Extras Inclusive“ (2012/2013 Gastspielreihe mit Livemusik von Franko Frankenberg, Willem Schulz, Hila Siebel, Heinz Brockmann und Video an den Städtischen Bühnen Osnabrück mit Kostümen von Tish-design.de,  Spezial Guest: Manfred Pomorin

– MusikMachtTanz II“ (2013) In der Reihe „Sonntagskonzerte am Gertrudenberg“, eine In- and Outdoorperformance mit Livemusik von Heinz Broclmann, Franko Frankenberg und Willem Schulz und  Kostümen von  „Trish-design.de“

 – „Be Happy-Don`t Worry – ein Märchen“(2014) Gastspielreihe an den , Städtischen Bühnen Osnabrück in Zusammenarbeit  mit „FreshDance“, Osnabrück, Livemusik Franko Frankenberg Spezial Guests: Dirk David, Hannover und Manfred Flucht, Bad Bentheim

 – „Kulturnacht Osnabrück“ (2014) Modenschau am Markt und Tanzperformance in derAltstadt mit Livemusik von Heinz Brockmann , Kostüme „Trish-design.de“

– „Nichts geht verloren“ (2015) Tanzperformance mit Livemusik  von Heinz Brockmann auf dem HistorischenHasefriehof Osnabrück

– „Karl Blossfeldt“  Tanzabend zu Fotografien des Fotografen in der Cooperativa  Neue Musik Bielefeld mit Livemusik von Heinz Brockmann (2015)

Interdisziplinäre Produktion – „Es scheint so“ (2016) Tanzperformance in der Lederfabrik Halle, Vernissage zu bildnerischen Arbeiten von Sonja Wolfarth-Steinert, Osnabrück und Fotografien von Maresa Jung, Siegburg mit Livemusik von Franko Frankenberg

– „Wen es trifft“ (2016)  Multimediales Tanztheater zum Thema Flucht mit Livemusik von Franko Frankenberg, Emma Theater Osnabrück

 – „Danse Macabre“ (2017) Performance im  Felix Nussbaummuseum Osnabrück mit Livemusik von Franko Frankenberg

– „Wen es trifft“ (2017) Wiederaufnahme des multimedialen Tanztheaterstückes zum Thema Fluch Frankenberg mit Livemusik von Franko Frankenberg, Emma Theater Osnabrück

– „Das Museum –  eine Weltenbühne“ (2018) Eine fünfstündige Performance mit dem Tanztheater Stakkato und eingeladenen Gasttänzern und Gastmusikern im Innen- und Außenbereich des Felix Nussbaum Hauses anlässlich der 20 Jahrfeier des Museums.